Worum es geht
Cookies und ähnliche Techniken speichern Informationen im Browser des Besuchers oder lesen sie aus. Das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG, bis Mai 2024 TTDSG) erlaubt das in § 25 nur mit Einwilligung – es sei denn, es ist für den Dienst, den der Besucher ausdrücklich nutzen möchte, unbedingt erforderlich. Für Analyse-, Werbe- und Marketing-Werkzeuge ist das in aller Regel nicht der Fall.
Der Cookie-Banner holt diese Einwilligung ein. Er erfüllt seinen Zweck aber nur, wenn die Werkzeuge tatsächlich erst nach der Zustimmung starten.
Die häufigsten Fehler
- Tracker laden sofort: Google Analytics, der Meta-Pixel oder andere Dienste werden direkt beim Seitenaufruf geladen, der Banner ist nur Dekoration.
- Ablehnen ist versteckt: „Alle akzeptieren“ ist ein großer Knopf, „Ablehnen“ steckt in den Einstellungen. Die Datenschutzaufsichtsbehörden verlangen, dass das Ablehnen nicht schwerer ist als das Zustimmen.
- Häkchen sind vorausgewählt: Eine vorab angekreuzte Zustimmung ist keine wirksame Einwilligung (Europäischer Gerichtshof, „Planet49“, Urteil vom 1. Oktober 2019, C-673/17).
- Externe Inhalte laden trotzdem: Videos, Karten oder Schriften werden eingebunden, ohne im Banner aufzutauchen (siehe YouTube, Google Maps & Co. und Google Fonts).
- Der Widerruf fehlt: Besucher müssen ihre Entscheidung später genauso leicht ändern können, etwa über einen Link im Fußbereich.
So prüfen Sie es selbst
- Öffnen Sie ein privates Fenster und die Entwicklerwerkzeuge (F12).
- Rufen Sie Ihre Website auf und klicken Sie im Banner nichts an.
- Chrome und Edge: Reiter Anwendung → Cookies; Firefox: Reiter Web-Speicher. Stehen dort schon Cookies wie
_ga,_fbpoder_gcl_au, laufen Analyse- oder Werbe-Werkzeuge vor der Einwilligung. - Im Reiter Netzwerk nach
google-analytics,googletagmanager,facebookoderdoubleclickfiltern. Treffer vor der Zustimmung sind ein Warnsignal. - Dann auf „Ablehnen“ klicken, die Seite neu laden und dasselbe noch einmal prüfen.
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Der kostenlose Check zeigt, welche Cookies und Datenflüsse schon vor jeder Einwilligung entstehen – samt Weltkarte, wohin die Daten gehen. Die Premium-Tiefenprüfung testet zusätzlich den Banner selbst und alle Unterseiten.
So sieht ein korrekter Banner aus
- „Akzeptieren“ und „Ablehnen“ auf der ersten Ebene, gleich groß und gleich gut sichtbar.
- Kurze, verständliche Erklärung, welche Dienste zu welchem Zweck genutzt werden, mit Link zur Datenschutzerklärung.
- Keine vorab gesetzten Häkchen; Auswahl nach Zwecken (z. B. Statistik, Marketing) möglich.
- Alles, was nicht unbedingt nötig ist, startet erst nach der Zustimmung – technisch sauber blockiert, nicht nur ausgeblendet.
- Die Entscheidung lässt sich jederzeit über einen dauerhaft sichtbaren Link ändern.
Tipp: Die beste Einwilligung ist die, die Sie gar nicht brauchen. Wer auf Tracker verzichtet oder datensparsame Statistik ohne Cookies nutzt, braucht oft keinen Banner – und die Website lädt schneller.
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Dieser Ratgeber beschreibt technische Zusammenhänge und ist keine Rechtsberatung. Ob Ihre Website rechtlichen Anforderungen genügt, kann im Einzelfall nur eine Anwältin oder ein Anwalt beurteilen.