Worum es geht
Wird ein Inhalt eines anderen Anbieters direkt eingebettet, lädt der Browser ihn von dessen Servern. Dabei erfährt der Anbieter mindestens die IP-Adresse, den Browser und die Seite, auf der das passiert; manche setzen zusätzlich Cookies. Typische Beispiele:
- YouTube- und Vimeo-Videos
- Google Maps und andere Kartendienste
- Instagram-, Facebook- oder X-Beiträge und Feeds
- Google reCAPTCHA in Formularen
- Chat-Widgets und Bewertungs-Siegel
- Bibliotheken und Schriften von fremden Servern (CDNs), etwa jQuery oder Google Fonts
Warum das wichtig ist
Werden dabei Informationen auf dem Gerät des Besuchers gespeichert oder ausgelesen, braucht es nach § 25 TDDDG in der Regel eine Einwilligung. Und jede Übermittlung personenbezogener Daten braucht nach der DSGVO eine Rechtsgrundlage und muss in der Datenschutzerklärung stehen. Der Datenschutzrahmen zwischen der EU und den USA (seit Juli 2023) erleichtert Übermittlungen an zertifizierte US-Unternehmen, ersetzt aber weder die Einwilligung noch die Information der Besucher.
Praktisch heißt das: Externe Inhalte sollten erst laden, wenn der Besucher das möchte.
So prüfen Sie es selbst
- Privates Fenster öffnen, Entwicklerwerkzeuge (F12) → Reiter Netzwerk.
- Seite aufrufen, im Cookie-Banner nichts anklicken.
- Die Spalte Domain einblenden (Rechtsklick auf die Spaltenköpfe) und nach Adressen suchen, die nicht zu Ihrer Domain gehören, etwa
youtube.com,ytimg.com,maps.googleapis.com,gstatic.com,facebook.netodercdn…. - Seiten mit Videos, Karten und Formularen einzeln prüfen – dort verstecken sich die meisten Dienste.
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So binden Sie externe Dienste sauber ein
- Zwei-Klick-Lösung: Statt des Videos oder der Karte erscheint zunächst ein Vorschaubild mit einem kurzen Hinweis („Beim Abspielen werden Daten an YouTube übertragen“). Erst nach dem Klick lädt der eigentliche Inhalt. Viele Consent-Werkzeuge und Plugins bieten das an.
- youtube-nocookie.com reicht nicht: Der „erweiterte Datenschutzmodus“ reduziert Cookies, der Browser verbindet sich aber trotzdem sofort mit Google.
- Karten als Bild: Für eine Anfahrt genügt oft ein Kartenausschnitt als Bild mit Link zum Routenplaner.
- Selbst ausliefern statt CDN: Bibliotheken, Schriften und Icons auf den eigenen Server legen – das ist meist auch schneller.
- Formulare: Statt reCAPTCHA gibt es Spam-Schutz ohne externe Dienste, etwa unsichtbare Prüffelder oder Rechenaufgaben im Browser.
- Datenschutzerklärung: Jeden verbleibenden Dienst mit Zweck und Anbieter aufführen.
Wir erledigen das für Sie

Mit dem Paket „Externe Dienste lokal einbinden (Fonts, Embeds)“ stellen wir Schriften, Videos und Karten auf lokale Auslieferung oder Zwei-Klick-Lösung um – zum Festpreis.
Dieser Ratgeber beschreibt technische Zusammenhänge und ist keine Rechtsberatung. Ob Ihre Website rechtlichen Anforderungen genügt, kann im Einzelfall nur eine Anwältin oder ein Anwalt beurteilen.